Das Schillerhäuschen

 In dem Gartenhäuschen am oberen Rand des ehemals Körner’schen Loschwitzer Weinbergs hat sich Schiller gelegentlich aufgehalten, als er zwischen September 1785 und Juli 1787 als Gast von Christian Gottfried und Minna Körner in Dresden lebte und dort einen großen Teil seiner Zeit auf dem Loschwitzer Weingut verbrachte. Bereits 1855, im Jahr von Schillers 50. Todestag, wurde an der Straßenseite des Gebäudes eine Gedenktafel angebracht, acht Jahre später das Schillerhäuschen als Gedenkstätte eingeweiht.

Die Ode "An die Freude", das überschwängliche Loblied auf Humanität und Freundschaft, wurde in Dresden vollendet und vielleicht auf diesem Weinberg von den Freunden Schiller und Körner zum ersten Mal gesungen. In der späteren Vertonung durch Beethoven ist die Ode heute die Hymne des vereinigten Europa. Das Schiller-Gedenken in Dresden, dessen lokaler Fixpunkt seit 150 Jahren das Schillerhäuschen ist, hat dem herausragenden kulturpolitischen Engagement der Dresdner Bürgerschaft bis heute mehrfach starke Impulse gegeben.

Diese vielfache Aufladung des Ortes und eine Dokumentation zu Schillers Dresdner Freunden, Werken und Verehrern lassen das Schillerhäuschen als einen kleinen Leuchtpunkt in der Dresdner Museumslandschaft erlebbar werden.



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