Das Landhaus – Sitz des Stadtmuseums Dresden

Das Stadtmuseum Dresden befindet sich seit 1966 im so genannten Landhaus. Dieses Gebäude entstand nach einem Entwurf des sächsischen Hofbaumeisters Friedrich August Krubsacius (1718–1789) zwischen 1770 und 1775 als „Land- und Steuerhaus“ für die sächsischen Stände. Es zeichnet sich durch die Kombination von Stilelementen des Spätbarock, Rokoko und – erstmalig in Dresden – des Frühklassizismus aus.

Historische Bedeutung erlangte das Gebäude durch den 1833/34 erfolgten Zusammentritt des ersten „konstituierenden“ Landtages im Zuge des Übergangs des Königreichs Sachsen zur konstitutionellen Monarchie.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Landhaus zum staatlichen Verwaltungssitz umgebaut und um einen westlichen Seitenflügel erweitert. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ging das Ruinengrundstück in städtische Hand über; 1952/53 wurde der westliche Seitenflügel wieder aufgebaut und als Schule und Kindergarten genutzt. 1961 beschloss der Rat der Stadt den Wiederaufbau des Hauptflügels. Die äußere Fassade mit Ausnahme des östlichen Nebengebäudes wurde wieder hergestellt; auch die eindrucksvolle Treppenhausanlage erfuhr eine detailgetreue Rekonstruktion. Am 6. Januar 1966 wurde das wieder aufgebaute Gebäude dem „Institut und Museum für Geschichte der Stadt Dresden“ übergeben.

Von 2003 bis 2006 wurde das Landhaus im Inneren umgebaut; neue Ausstellungs- und Funktionsräume entstanden. An der Außenfront der Ostseite errichteten die Architekten eine moderne Fluchttreppenkonstruktion. Am 29. November 2006 wurde die neue Dauerstellung des Stadtmuseums „800 Jahre Dresden“ eröffnet.



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